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Forschung

Menschen mit Behinderung

Die Therapie von Sprach-, Sprech-, Kommunikations- und Schluckstörungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen und Sinneseinschränkungen stellt einen besonderen Schwerpunkt in unserem Zentrum für Sprachtherapie dar.

Aufgrund jahrelanger Erfahrung und der Vielzahl der PatientInnen mit Behinderungen in unserem Zentrum, konnten wir über die Jahre eine Expertise für zahlreiche Syndrome, wie z.B. Trisomie 21, RETT-Syndrom, Deletion 22q11 und Angelman-Syndrom, aufbauen. Auch Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS), Cerebralen Bewegungsstörungen und seltenen Erkrankungen sowie Menschen mit Behinderungen unklarer Genese werden bei uns seit vielen Jahren umfassend sprachtherapeutisch begleitet.
Die Sprachtherapeutinnen des Zentrums verfügen über Fort- und Weiterbildungen in spezifischen Therapieansätzen, die nicht Teil der Ausbildung oder des Studiums sind.

Da Menschen mit Behinderungen häufig nicht auf die übliche Art diagnostiziert werden können, bieten wir aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung eine umfassende Diagnostik an und erstellen daraufhin einen passenden individuellen Behandlungsplan. Das angegliederte Zentrum für Unterstützte Kommunikation (ZUK) bietet bei Bedarf eine umfassende Diagnostik und Beratung zum Bedarf an Unterstützter Kommunikation an.

Darüber hinaus bieten wir sogenannte Moderierte Runde Tische (MoRTi) in Kita, Schule, Wohn- oder Werkstatt an, um die Therapieziele und Maßnahmen mit allen wichtigen Bezugs- und Unterstützungspersonen zu besprechen und zu koordinieren. So können möglichst schnell Fortschritte und eine Verbesserung der kommunikativen Teilhabe erzielt werden.

Bei Schluckstörungen, Fütterstörungen oder fehlendem Mundschluss bieten wir u.a. folgende spezifische Therapiemethoden an:

Facio-orale-Trakt-Therapie nach Bobath/Kay Coombes (F.O.T.T.)

Diese Methode, basierend auf dem Bobath-Konzept (1973), stellt eine Möglichkeit zur physiologischen Behandlung der Kau-, Schluck- und Sprechstörungen bei hirngeschädigten Menschen dar. Sie umfasst vier Bereiche: Mundhygiene, Nahrungsaufnahme, Sprechen und nonverbale Kommunikation. Die Alltagsaktivitäten werden hier schwerpunktmäßig taktil stimuliert.

Myofunktionelle Therapie (MFT)

Ziel der Myofunktionellen Therapie (MFT) ist die korrekte Ruhelage der Zunge, ggf. der Mundschluss und das richtige Schlucken.

Es werden Wahrnehmungsübungen für den Mundraum, Übungen zur Verbesserung der Zungen- und Lippenruhelage, Zungen- und Lippenübungen, Ansaug- und Schluckübungen aber auch Ganzkörperübungen durchgeführt.

Orofaziale Regulationsstherapie nach Castillo Morales (ORT)

"Bei der orofazialen Regulationstherapie nach Castillo Morales soll die Koordination der Mundmotorik im Zusammenspiel mit den übrigen Organsystemen des Körpers verbessert werden. Die physiologischen Abläufe von Saugen, Beißen, Kauen und Schlucken werden dabei durch spezifische Techniken der sensorischen Stimulation wie z. B. Berühren, Streichen, Zug, Druck, Vibration der mimischen Muskulatur und der Zungenbeinmuskulatur sowie durch Massage von Zahnfleisch und Gaumen oder Einsatz von technischen Hilfsmitteln stimuliert. Die Basis bildet eine ausreichende Kopf- und Körperhaltungskontrolle, die zunächst erarbeitet werden muss." (zitiert aus: Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie, Kurzfassung — Kommission zu Behandlungsverfahren bei Entwicklungsstörungen und zerebralen Bewegungsstörungen; Monatszeitschrift Kinderheilkunde 8/2005)

Propriozeptive Neuromuskuläre Faszilitation (PNF)

Die Propriozeption – Tiefensensibilität – wird zur Aktivierung der Muskeln genutzt, deren Funktion eingeschränkt ist. Es werden diverse Techniken wie Dehnungen und Widerstände sowie unterschiedliche Reize (mechanisch – Druck, thermisch – Kälte) angewendet. Die PNF hat als Ziele die aktive Übernahme einer Bewegung durch den Patienten und wird bei zentralen und peripheren Lähmungen der Gesichts-, Artikulations-, Kau- und Schluckmuskulatur angewendet.

Bei eingeschränkter oder fehlender Lautsprache und Kommunikation bieten wir u.a. folgende spezifische Therapiemethoden an:

Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG)

In der Sprachtherapie / UK-Therapie werden lautsprachunterstützende Gebärden (LUG) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt, die keine oder nur eingeschränkte lautsprachlichen Möglichkeiten haben, um Wünsche sowie Bedürfnisse zu äußern und sich mitzuteilen?

Dazu werden sogenannte Schlüsselwörter im Satz durch Gebärden dargestellt. Bei Kindern ohne ausreichende Lautsprache unterstützen die Gebärden den Spracherwerb und in vielen Fällen die Entwicklung der Lautsprache.

Wir bieten für Institutionen (Kita, Schule, Wohnheime, etc.) Fort- und Weiterbildungen inhouse an. Bei Interesse senden sie uns bitte eine Mail.

Körpereigene Kommunikationsformen

Körpereigene Kommunikationsformen umfassen jede Form von Kommunikation, die mit Hilfe des Körpers, ohne den Einsatz zusätzlicher Hilfsmittel, vollzogen wird.

Der Einsatz von Gesten und Gebärden, Blick- und Zeigebewegungen sowie auch Mimik und Laute zählen zur körpereigenen Kommunikation. Es handelt sich um Kommunikationsformen, die auch von lautsprachlich kommunizierenden Menschen häufig genutzt werden und somit oftmals eine hohe Akzeptanz besitzen. In der Sprachtherapie/UK-Therapie werden die körpereigenen Kommunikationsformen auch dazu genutzt ein Ja-/ Nein-System zu erarbeiten. Diese Kommunikationsformen ermöglichen eine schnelle und basale Verständigung zur Vermittlung von Grundbedürfnissen.

Nicht-elektronische Kommunikationshilfen

Zu den nicht-elektronischen Kommunikationsformen zählen Schrift, Symbole, Realgegenstände, Kommunikationsbücher und vieles mehr. In der Sprachtherapie/UK-Therapie werden je nach Störungsbild diese Kommunikationsformen individuell für das Kind, den Jugendlichen oder den Erwachsenen angefertigt und zur Unterstützung der Kommunikation und des Spracherwerbs angewendet.

Bildaustauschmethoden (PECS)

Bei den Bildaustauschmethoden findet eine Kommunikation durch das Übergeben von Karten mit Piktogrammen statt. Diese Art der Kommunikation wird systematisch mit Hilfe von verhaltenstherapeutischen Methoden und Visualisierung gelehrt und eingeübt.

Elektronische Kommunikationshilfen

Die Kommunikation kann durch einfache oder komplexe elektronischen Kommunikationshilfen unterstützt werden. Einfache elektronische Kommunikationshilfen werden vielfach zur Kommunikationsanbahnung in der Sprachtherapie angewendet. Auf komplexen elektronischen Kommunikationshilfen wird mit Hilfe von Symbolen oder Schrift eine umfassende Kommunikation ermöglicht.

Durch die Zusatzqualifikationen unserer Therapeutinnen können in dem Zentrum für Sprachtherapie alle elektronische Kommunikationshilfen in der Sprachtherapie/UK-Therapie eingesetzt werden.

Frühes Lesen

Das Programm „Frühes Lesen“ ist ein systematisches Lese-Förderprogramm. Die in der Regel guten visuellen Fähigkeiten von Kindern mit Trisomie 21 werden genutzt, um schon im Alter von 3 bis 4 Jahren damit zu beginnen, einen sogenannten Sichtwortschatz aufzubauen. Systematisch und kleinschrittig erlernen die Kinder, geschriebene Wörter als Ganzes zu erkennen. Dabei geht es zunächst nicht um Lesen als akademische Fähigkeit, sondern vor allem um den Aufbau des Wortschatzes und die Verbesserung der Aussprache.

Intensive Interaction

Das Konzept „Intensive Interaction“ vermittelt basale kommunikative Fähigkeiten. Kommunikation nutzt hier (noch) keine Wörter oder Symbole. Erstmal geht es vielfach darum, soziale Interaktion überhaupt als etwas Angenehmes zu erleben. In diesem Rahmen können dann gemeinsame Aufmerksamkeit, Turn-Taking, die Bedeutung von Nähe und Distanz und die Nutzung non-verbaler Kommunikationsformen ausgebaut werden.

TEACCH

Menschen aus dem Autismus-Spektrum und viele Menschen mit anderen Behinderungen nehmen anders wahr und lernen anders. Sie brauchen Hilfen, um Abläufe zu verstehen, um Aufgaben alleine bewältigen zu können, um zu erkennen, was wichtig ist oder um sich zeitlich und räumlich orientieren zu können. Das TEACCH-Programm (Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children) nutzt Hilfen zur Strukturierung und Visualisierung, die individuell entwickelt werden. Dadurch wird Lernen ermöglicht und die Selbständigkeit kann vergrößert werden.

Leichte Sprache

Leichte Sprache hilft

- Menschen mit Lernschwierigkeiten

- Menschen, die nicht so gut lesen können

- Menschen, die nicht so gut Deutsch können.

Alle Menschen können Leichte Sprache besser verstehen.

Deshalb sollen wichtige Informationen in Leichter Sprache sein.