Keyvisual Sprachstörungen

Sprachstörungen

Die Anzahl der von Sprachstörungen betroffenen Menschen hat in ihrer Intensität und Verbreitung in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass in Deutschland bis zu 25% der 3-5jährigen Kinder als sprachauffällig gelten. Weltweit gilt, dass insgesamt ca. 10% aller Kinder eines Jahrganges sprachtherapeutisch behandelt werden müssen. Damit gehören Sprachstörungen zu den verbreitetsten Entwicklungsstörungen überhaupt.

Die Zahl der sprachgestörten Jugendlichen und Erwachsenen wird mit rund 6% eines Jahrganges angegeben. Bei später erworbenen Sprach-, Sprech-, Stimm- oder Schluckstörungen, z. B. in der Folge eines Schlaganfalls, Tumors oder bei fortschreitenden Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Morbus Parkinson, ALS etc.  kann nur eine intensive Sprachtherapie Besserung erzielen oder Verschlechterung verhindern. Sprachliche Kompetenz besitzt herausragende Bedeutung für den Lebensweg des Einzelnen.

Ein Schwerpunkt des Zentrums für Sprachtherapie ist die Arbeit mit nicht-sprechenden bzw. schwerst eingeschränkt kommunizierenden Menschen. Das von uns angewandte Konzept der „Unterstützten Kommunikation“ (UK), setzt u.a. elektronische Hilfsmittel ( z.B. Talker), besondere Symbole und Gebärden zur Kommunikation mit der Umwelt ein. Wir leiten Betroffene und deren Gesprächspartner zur erfolgreichen Nutzung an. So können nicht ausreichend lautsprachlich kommunizierende Kinder, Jugendliche und Erwachsene an dem Geschehen in der Familie, im Kindergarten oder der Schule teilhaben.

Sprachstörungen bei Kindern sind Entwicklungsstörungen der Sprache oder einzelner Bausteine der Sprache. Sprachstörungen bei Kindern bedeutet nicht eine allgemeine Entwicklungsverzögerung. Sprachstörungen sind in keinem Fall mit Intelligenzstörungen gleichzusetzen.

Sprachstörungen können gezielt und isoliert therapiert werden. Störungen der Aussprache werden anders behandelt als Probleme beim Satzbau oder der Grammatik. Schwerer zu erkennen sind Störungen des kindlichen Sprach - oder Wortverständnisses. Eine differenzierte Diagnostik beim Verdacht auf das Vorliegen einer Sprachentwicklungsverzögerung schafft schnell Klarheit.

Seite drucken