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Erwachsene

Erwachsene werden von Sprachstörungen meist unvorbereitet getroffen. Nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder nach einer Tumor-OP im Kopf-/ Halsbereich treten plötzlich Wortfindungsstörungen auf, die Sprache ist undeutlich, Worte können nicht mehr korrekt ausgesprochen werden oder Sprache wird nicht mehr vollständig verstanden. Das Dramatische dabei ist: Die Betroffenen erleben ihre Sprachstörung bei unveränderter kognitiver und intellektueller Leistungsfähigkeit.

Neben den "Aphasien", so heißen Sprachstörungen meist nach Schlaganfällen, leiden über 1.000.000 erwachsene Menschen in Deutschland an Artikulations- und Aussprachestörungen bei schweren Erkarnkungen wie MS oder Parkinson ("Dysarthrophonien"). Auch Stimmstörungen (organisch oder funktionell) und Redeflussstörungen (Stottern/ Poltern) beeinträchtigen Betroffene erheblich.

"Dysphagien" sind schwere Schluckstörungen, die in der Folge komplexer Grunderkrankungen die Lebensqualität massiv beeinflussen. Nicht erkannt oder nicht therapiert können sie zu schweren Folgeerkankungen führen.

Das Wiedererlernen des Sprechens nach Kehlkopftumoren ("Ösöphagus-Ersatz-Phonation") oder das richtige Umgehen mit der Halskanüle ("Trachealkanülenmanagement") beim Schlucken und Sprechen, sind entscheidend für die Rehabilitation.

Die Sprachtherapie hilft, die Worte wieder zu finden, die Aussprache deutlicher werden zu lassen, die Stimme einsetzen zu können und das Schlucken nicht zur Dauerbelastung werden zu lassen.

Ursachen

Bei folgenden Grunderkrankungen können Sprachstörungen auftreten:

  • Schlaganfälle (ischämische Insulte, Hirnblutungen)
  • Schädel - Hirn - Traumata
  • Hirntumore
  • Hirnoperationen
  • Tumore des Kopf-/ Halsbereiches
  • Cerebrale entzündliche Prozesse (z. B. Enzephalitis)
  • Degenerative Erkrankungen (z. B. ALS, M. Alzheimer, Heredo-Ataxie)
  • neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, M. Parkinson, Chorea)

 

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